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Das Schloss ob Ellwangen ist der barocke ehemalige Wohn- und Herrschaftssitz der Fürstpröpste der Fürstpropstei Ellwangen. Die weitläufige Anlage befindet sich bei etwa 505 m ü. NN auf einem Hügel oberhalb der Innenstadt des ostwürttembergischen Ellwangen inmitten von Streuobstwiesen. Zusammen mit der Schönenbergkirche bildet das „Schloss“ ein weithin sichtbares Wahrzeichen Ellwangens.
Die Schlossanlage geht auf eine mittelalterliche Burg zurück, die um das Jahr 1200 von Abt Kuno I erbaut wurde. Zum ersten Mal wurde das „castrum Ellwangen“ 1266 urkundlich erwähnt. Ab 1460 diente der Bau als Residenz und Wohnsitz und war geprägt von der weltlichen Hofhaltung der zu Reichsfürsten aufgestiegenen Pröpste. Fürstpropst Johann Christoph von Westerstetten ließ 1603–1608 die Anlage als Renaissance-Schloss umgestalten. Aus dieser Zeit stammt der Arkadeninnenhof und die vier Ecktürme.
1720 kam es zu einem verheerenden Brand. Der Fürstpropst Franz Ludwig von der Pfalz (1664–1732), Erzbischof von Trier, sowie Bischof von Trier und Worms und Hoch- und Deutschmeister, beauftragte die Deutschordensbaumeister Franz Keller und Franz Josef Roth das Schloss im Barocken Stil wieder aufzubauen. Dabei entstand das im Jahre 1726 vollendete Treppenhaus mit einer doppelläufigen Treppe, das einheitliche Mansarddach der Hauptgebäude sowie der prunkvolle Thronsaal.
Auch heute beherbergt das Schloss ob Ellwangen noch mehrere Landes- und Kreisbehörden. Im Ostflügel befinden sich eine Jugendherberge sowie Wohnungen. Schloss Ellwangen zählt zu den landeseigenen Monumenten und wird von der Einrichtung Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg betreut. Für Besucher ist das Schlossmuseum geöffnet.
Ab den Jahren 1802/1803 machte Kurfürst Friedrich im Zuge der Säkularisation das repräsentative Gebäude zu seiner Residenz. Der zum König von Württemberg aufgestiegene Friedrich I. ließ sich einen Thronsaal einrichten und zwischen den Jahren 1803 und 1806 tagte sogar die Regierung von Neuwürttemberg im Schlossgebäude. In den Jahren 1815 und 1816 erfolgte ein weiterer Umbau der Räumlichkeiten. Der verbannte westfälische König Jérôme Bonaparte, Bruder von Napoleon, und seine Frau Katharina, die württembergische Königstochter, ließen sich einige Räume im Schloss als Wohnsitz einrichten und die Fenster und Galerien verglasen.
Schlussendlich vollzog sich ab dem Jahr 1842 ein endgültiger Wandel in der Nutzung der Gebäude: Eine Landwirtschaftsschule sowie einige Landesbehörden zogen ein.
Briefmarke der Deutschen Bundespost (1964) aus der Serie Deutsche Bauwerke aus zwölf Jahrhunderten: Blick von Osten auf das Schlosstor
Briefmarke der Deutschen Bundespost (1967) aus der Serie Deutsche Bauwerke aus zwölf Jahrhunderten
Im Jahre 1967 wurde das Schloss ob Ellwangen überregional bekannt, nachdem die Deutsche Bundespost eine 50-Pfennig-Dauermarke herausgab.rttembergischen Ellwangen inmitten von Streuobstwiesen. Zusammen mit der Sch
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von Bernd Haynold (selbst fotografiert - own picture) [GFDL oder CC-BY-SA-3.0-2.5-2.0-1.0], via Wikimedia Commons
von Mac Johnson at de.wikipedia [Public domain], via Wikimedia Commons
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