Burg Ranis
von Michael Sander (Eigenes Werk) [GFDL oder CC-BY-SA-3.0-2.5-2.0-1.0], via Wikimedia Commons
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Die Burg Ranis liegt auf einem Höhenzug bei der thüringischen Stadt Ranis unweit von Pößneck.

Die Burg besteht aus einer kleinen Hauptburg im Westen, einem runden Bergfried und zwei weiträumigen Vorburgen. Die erste Vorburg nahm früher die Wirtschaftsgebäude auf. Sie ist über ein Zugangstor zu erreichen, das durch einen Zwinger geschützt ist. Daran schloss sich die zweite Vorburg an, die ebenfalls von einer Zwingermauer umgeben war, von dieser Vorburg war durch eine Zugbrücke geschützt. Von der inneren Vorburg führte ein überwölbter Tunnel hinab in die Stadt. Die Burganlage reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück. Die noch heute erkennbaren Grundzüge stammen aus dem 13. und 14 Jahrhundert, geprägt wird ihr Aussehen jedoch von den Ausbauten aus dem Anfang des 17. Jahrhunderts. Damals wurde die Burg durch den Bau des Südflügels mit den charakteristischen Giebelerkern zu einem repräsentativen Schloss umgebaut.

Seit dem 11. Jahrhundert befindet sich eine Befestigung auf dem Burgberg. 1084 belehnte Kaiser Heinrich IV. Wiprecht von Groitzsch, den späteren Markgrafen von Meißen und der Lausitz, mit dem Castrum Ranis - die erste urkundliche Erwähnung. 1199 wird die Burg als Sitz von Reichsministerialien genannt, die dem König direkt unterstellt sind. Als Reichsgut nahm die Burg eine wichtige Stellung im Saalegau als Grenzfeste gegen die Slawen ein. Kaiser Otto IV. verpfändete die Burg Ranis und das Herrschaftsgebiet um Saalfeld an die Grafen von Schwarzburg. 1220 belehnte Kaiser Friedrich II. die Schwarzburger mit der Burg. Im 13. und 14. Jahrhundert blieb Ranis im Besitz der Grafen von Käfernburg und Schwarzburg.

1389 verkauften die Schwarzburger die Burg an die Wettiner. 1463 vermachte Wilhelm III. die Burg zur Ehren seiner Gemahlin Katharina von Brandenstein an ihren Bruder Heinrich von Brandenstein. Wegen Überschuldung verkauften die Herren von Brandenstein die Burg 1571 an die Herren von Breitenbauch. Unter diesen wurden die Stadt Ranis und der Kreis Ziegenrück 1815 preußisch. 1902 änderten sie ihren Namen in Breitenbuch. 1942 verkaufte die Familie von Breitenbuch die Burg an das Deutsche Rote Kreuz.

Das Burgmuseum wurde 1926 vom damaligen Besitzer der Burg, Dietrich von Breitenbuch, begründet und nach dem Zweiten Weltkrieg im Jahr 1956 durch die Stadt Ranis als Heimatmuseum wiedereingerichtet. Über die Geschichte der Burg und der Region hinaus informiert es über die direkt unterhalb der Burg befindliche Ilsenhöhle sowie über die Geologie, Seismologie und die Ur- und Frühgeschichte der Region.

1928 wurde durch die Breitenbuchs eine Gastwirtschaft auf der Burg errichtet, die aber heute nicht mehr betrieben wird. Gastwirtschaft und Museum waren Versuche, einen Teil der Unterhaltskosten für den Betrieb der Anlage aufzubringen.


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