Burg Leuchtenburg
von Dr. Thomas Köhler / Jena (Eigenes Werk) [Public domain], via Wikimedia Commons
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Die Leuchtenburg ist eine Burg in Seitenroda bei Kahla im Saale-Holzland-Kreis in Thüringen. Sie gilt als „Königin des Saaletals“ und liegt auf einem weithin sichtbaren Bergkegel auf einer Höhe von 395 Metern über NN und 240 Metern über dem Saale-Pegel.

Der Name der Burg geht auf den umgebenden lichten, nicht bewaldeten Berg zurück.

Am 15. April 1221 wurde die Burg das erste Mal urkundlich erwähnt, als Hartmann IV. von Lobdeburg-Leuchtenburg in Dornburg einen Rechtsstreit beilegte.

Neben der Lobdeburg wurde die Leuchtenburg zum wichtigsten Stützpunkt der Herren von Lobdeburg beim Vorstoß nach Südosten und zur oberen Saale. In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhundert wurde die Burg dazu erheblich ausgebaut.

1313 mussten die Herren von Lobdeburg, die sich stark verschuldet hatten, die Burg an die Grafen von Schwarzburg verpfänden und sie 1333 endgültig an diese verkaufen. Nachdem die Schwarzburger durch die Thüringer Grafenfehde geschwächt waren, gelang es den Wettinern die Burg 1392 zu erobern und im Leipziger Vertrag 1396 die Schwarzburger zu zwingen, die Burg endgültig an sie zu verkaufen.

Unter den Wettinern wurde die Burg Sitz eines Amtes zu Verwaltung der Wettinischen Dörfer der Umgebung. Nach der Niederlage des Kurfürsten Johann Friedrich des Großmütigen im Schmalkaldischen Krieg 1547 diente die Burg als Zufluchtsort der Ehefrau und der Kinder des Kurfürsten.

Luftbild der Leuchtenburg

1553 wurde der damals versiegte Burgbrunnen auf 80 m Tiefe erweitert und war damit der zweittiefste Brunnen in Thüringen.

Im Dreißigjährigen Krieg 1618–1648 war die Burg ein häufig genutzter Zufluchtsort.

1702 wurde die Verwaltung des Amtes nach Kahla verlegt. Ein Teil der Burg wurde dann als Zucht-, Armen- und Irrenhaus genutzt.

Im Zuge der Landesteilungen unter den Ernestinern fiel die Burg 1724 an das Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg und wurde als Zuchthaus genutzt, dann fiel die Leuchtenburg 1826 an Sachsen-Altenburg (später Freistaat Sachsen-Altenburg) bei dem es bis 1920 bleiben sollte.

Das Zuchthaus existierte bis 1871 als es aufgelöst und die letzten Häftlinge nach Zeitz verlegt wurden. Danach diente die Leuchtenburg vorübergehend als Hotel (1873–1951).

Seit 1906 beherbergt die Burg ein Museum, welches in mehreren Etappen bis heute (2009) vergrößert wurde.

1921 wurde in ihr eine Jugendherberge eröffnet, die erst 1997 wegen nicht zeitgemäßer Ausstattung geschlossen wurde.

Im Oktober 2007 erwarb die im März des Jahres gegründete Stiftung Leuchtenburg die Burg von Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen.


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