Burg Storkow
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11.04 bis 13.04.2020 | Oster-Burgfest Storkow

Die Burg Storkow liegt in der Kleinstadt Storkow im Landkreis Oder-Spree in Brandenburg.

Die Burg dürfte im Rahmen der deutschen Besiedlung – vermutlich an Stelle einer slawischen Sumpfburg – in der Mitte des 12. Jahrhunderts erbaut worden sein. Als Erbauer kommt Markgraf Konrad I. in Betracht. Urkundlich wurde die Burg erstmals 1209 erwähnt.

Bis 1382 saßen die Herren von Strehla auf der Burg. Ihnen folgten im Erbgang die Herren von Bieberstein. 1518 verpfändete Ulrich von Bieberstein die Burg an den Bischof von Lebus, Dietrich von Bülow. Die Burg wurde zu einer bischöflichen Residenz ausgebaut.

1538 wurde auf der Burg Stefan Meiße, ein Freund und Mitkämpfer von Hans Kohlhase, zu Tode gefoltert. 1555 starb auf der Burg der letzte katholische Bischof von Lebus, Johann VIII. von Horneburg (1551 – 1555). 1556 kamen Burg und Herrschaft an den Markgrafen Johann I. von Brandenburg - Küstrin. Nach seinem Tod fielen Burg und Herrschaft endgültig in den Besitz der Kurfürsten von Brandenburg.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg 1627 schwer verwüstet. Der Wiederaufbau erfolgte als kleines Renaissanceschloss. Weitere Schäden entstanden durch einen Brand im Jahre 1775.

1910 erwarb der Architekt Emil Schaudt in Anlage und ließ sie im romantisch historisierenden Stil umbauen. Zwischen 1934 und 1945 wurde die Anlage als Jugendburg von der Hitlerjugend genutzt. Von 1945 bis 1978 waren in der Anlage Dienststellen der Gemeindeverwaltung untergebracht.

1978 wurde die Anlage durch einen Großbrand zerstört. Erst von 2000 an erfolgte eine Wiederherstellung der Gebäude. Die wiederaufgebaute Burg wurde Pfingsten 2009 im Zuge der 800-Jahr-Feier der Stadt Storkow wieder eingeweiht.

Seit Mai 2009 befindet sich das Besucherinformationszentrum (BIZ) des Naturparks Dahme-Heideseen auf der Burg. Neben der Dauerausstellung „Mensch und Natur – eine Zeitreise“ können hier wechselnde Ausstellungen besichtigt werden. Es vermittelt Wissen über die Natur und Umwelt im Naturpark, ist Anlaufstelle für Touristen und Schaufenster für die Naturerlebnisangebote der Region. Im BIZ erhält man regionales und überregionales Informationsmaterial sowie kompetente Beratung zu naturtouristischen Angeboten. Es ist Bestandteil des Netzwerkes aller Besucherzentren der brandenburgischen Großschutzgebiete.


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