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Belei der Hexenjäger



  
Verfasst am: 02.06.2013 22:07      ( Dieser Beitrag wurde am 02.06.2013 22:17 vom Autor editiert. )

Fortsetzung

Nachdem die Mönche in dem Holzverschlag im Wald verschwunden waren. Folgte ich ihnen und fand einen verweißten Raum vor.

Ich suchte in dem dunkeln Raum nach einem Mechanismus der zu einem weiterführenden Gang führte. Alles was ich berührte war verrottet und voller Spinnweben. Ich fand neben der erkalteten Feuerstelle eine Schnur. Beim ziehen daran erklang ein seltsames klöppelndes Geräusch. Wie Holzzahnräder die ineinander griffen.

Ein großes Holzfass klackte und öffnete sich einen Spalt. Ein recht umständliches und kostspieleiges Ergebnis um einen Geheimgang zu verbergen.

Wie der Brief zuvor lies mich der Geheimgang nur meine  Vermutungen bestätigen das  die Hintermänner nicht mit Kleingeld geizten.

Sachte öffnete ich die Tür des Fasses, stück für stück. In der Vergangenheit hatte sich meine Vorsicht mit solcherlei gut betuchten Halunken sich immer wieder ausgezahlt. Mir fehlte etwas Licht um das innere richtig erkennen zu können, deshalb tastete ich vorsichtig alle Seiten des Faßes ab. Oben am deckel war etwas wie ein riegel der wiederum mit einer phiohle verbunden war. Eine Falle, vermutlich war die Pihole mit Gift oder gar Säure gefüllt. Ich schloß das Fass und der riegel zerdrückte die kleine Flasche.

Ein leises zischen war zu Hören offenbar die Säure, die sich durch das Material fraß.

Wer soviel mühe auf sich nimmt um eine Falle als geheimgang zu tarnen, wieviel mühe hat er sich dann noch bereitet. Ich wußte das ich so einfach auf keinen Fall weiterkommen würde. Ich brauchte Licht ich brauchte eine Fackel. Aus dem lumpen eines Bettes und einem Stuhlbein baute ich mir eine Fackel. In einer Laterne war sogar noch etwas Petrolium, was sich als hoch nützlich erwies.

Schließlich entzündete ich endlich die Fackel. Im schein des Lichts konnte ich deutlich Laufspuren im staub des Bodens erkennen. Ich erkannte leicht die spuren der Mönche. Die spuren verliefen von der Tür aus quer durch den Raum zu einem Haufen zerborstener Kisten und von da aus zur anderen Ecke des Zimmers und dann längs die Wand hoch um vor der Decke aufzuhören. Ein zugegebener massen verstörende Vorstellung wie die Mönche die Wand hochgingen.

Zumindest wenn man nicht bedachte das jene Wand sich wie eine Zugbrücke absenken lies. Was sie dann auch tat nachdem ich den gut verborgenen Hebel im Kistenhaufen betätigte. Ich betrat den gang, er war schmal und niederig die Wände aus Stein und Holz. Und er führte mich tief hinunter unter das Erdreich. Es war kalt und feucht beinahe wie in einer Grotte. Kleine Feuerschalen boten eine spatanische Beleuchtung unter zunehmenden Gestank. Es roch zunächst nach moder doch desto tiefer ich in die Katakomben vordrang um so beißender und penetranter wurde der Gestank. Es stank nach Fäule , verrottetem, nach Tod, altem Tod.

Unter flackernden Licht drang kurz aber immer wieder Ein Schein in die zahlreichen nischen. Darin lagen Holzkreuze nein Holzgestelle ... mit Fäden und Puppen. Ich schenkte dem keine weitere aufmerksamkeit, den ich hörte Stimmengewirr. Das mußten die Mönche sein die sich mit irgendjemanden unterhielten. Rasch schritt ich den Lauten nach. Eine sisterne lag vor mir in  feurigem schein vieler Flammen. Biltzschnell lugte ich kurz um die  Ecke und huschte eben so schnell hinter einen Pfeiler. Die Mönche mahnten jemanden inständig. Und dieser jemand er klapperte mit den Zähnen ? Warum vor kälte wohl kaum bei den ganzen Feuern,  war es die Kranke geheimnisvolle Person  ?

Ich atmete Flach und ruhig um besser lauschen zu können.

"Kind es ist genug, ja ihr habt doch erst letzte Woche drei neue Spielzeuge erhalten."

Der andere Mönch; " Ihr solltet nicht so maßlos mit Gottes werk umgehen." "Seht doch all die schönen Puppen die ihr bereits besitzt." Das klappern der Zähne wurde lauter.

Der andere Mönch wieder: " Kind besinnt euch wo sollen den all die Puppen untergebracht werden, ja soll euer armer Gatte gar ein ganzes Haus dafür errichten ...pah ... Kind überlegt ein Haus für Puppen!"

"Ja hört auf Bruder Eribus welch ein Wahnsin Kind überlegt doch ein Ganzes Haus für Puppen!"

Die intensität des Zähneklapperns wurde abermals heftiger, und da erkannt ich es. Es war weder Kälte noch Angst oder gar Krankheit ... es war Erregung.

"Aber sie sind Kaputt ,alle alle Kaputt !"

Eine Frau es war eine Frau die die Mönche ins gebet nahmen. Ich mußte sehen, ein sicheres Versteck gab es hier nicht. Also legte ich mich flach auf den bauch und lugte um die Ecke des Pfeilers.

" Aber ihr geht auch unmöglich damit um!"

" Außerdem kann mann auch reparieren was kaputt ist."

Es war eine Frau zarte 28 Jahre alt in eng anliegenden Gewändern. und zwischen ihr  und den Mönchen stand ein steinquadar ein Altar rings herum lagen einzelne vertrocknete Blumen und Puppen ... nein Marionetten. Ziehmlich groß aber äußerst gut von der qualität. Doch alle irgendwie zerschliessen, ja kaputt manche hatten gar ein Arm oder ein Bein verloren und hier und da lag auch ein einzelner Kopf. Das Klappern ihrer Zähne war entsätzlich, es war so schnell. wenn sie sprach konnte sie immer weniger aufhören zu klappern. Und sie bewegte sich eigenartig so ruckartig.

" Man kann sie nicht reparieren,... Man kann sie nicht ....  , man kann nicht."

" Wenn die Herzogin von Marburg eine weitere Puppe für ihre Sammlung wünscht, ... Dann wird Gott durch euch Vertreten und als Vertreter von uns bezahlt, ihr diesen Wunsch wie auch jeden weiteren Wunsch, mit freuden gewähren."

Eine weitere Stimme, Männlich bedrohlich kalt. Der Pfeiler und der Schein des Feuers hatten ihn vor mir Verborgen.

Diese kümmerlich dürre Frau mit schwarzen Haar und klappernden Zähnen sollte also die Herzogin von Marburg sein...

Fortsetzung folgt...


   
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